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Tipps: Was ist eigentlich Igelfutter?

Tipps: Was ist eigentlich Igelfutter?

Die Frage nach dem Igelfutter stellt sich eher selten, außer man ist von Beruf Tierpfleger. Und dann gibt es da noch den Fall des Igelfundes.

  • Was tun, wenn einem draußen im igelfreundlichen Garten ein kleines wehrloses Igelbaby unterkommt?

Viele sind immer noch der Meinung, das Beste für die kleinen Schnüffler sei die altgediente Milch.

Leider ist dieser Irrglaube schwer aus den Köpfen zu bekommen, denn es gibt Vieles, was Igeln gut bekommt – Milch gehört sicher nicht dazu. In der humanitären Fachmedizin spricht man von Laktoseintoleranz, bei Igeln ist es ähnlich, jedoch mit schlimmeren Folgen.

Wenn man sich dazu entschließt, einen Findeligel aufzupäppeln, gibt es viele Möglichkeiten, ihn kulinarisch zufriedenzustellen. Und auch viel zu beachten. Denn Igel zum Beispiel aus dem Garten sind von Natur aus Insektenfresser, das heißt Eiweiße en masse.

Man sollte aber auf keinen Fall in Total-Ökologie verfallen und auf die Idee kommen, draußen Insekten und Würmer zu sammeln und diese zu verfüttern. Denn auch das ist laut Experten falsch, weil dadurch die Gefahr durch Parasitenbefall steigt.

Bild verwendet von wildtierfreund.de/Saeugetiere/Alle-Saeugetiereprodukte/Futter/Igelfutter/Spezial-Igelfutter.html

 

Igelfutter

Igelfutter

  • Was ist denn nun richtig, was kann man als richtiges Igelfutter verwenden?

Grundsätzlich ist auf eine ausgewogene, eiweißhaltige Ernährung zu achten, in der Menge pro Tag ca. einen 150g Joghurtbecher voll. Diese Menge kann je nach Entwicklung oder Bedarf verändert werden.

Zu bewährten Igelnahrungsmitteln gehören:

  • Katzen- oder Hundedosenfutter
  • Rührei ungewürzt
  • Geflügel oder Hackfleisch (kurz angebraten mit Maiskeimöl)
  • Weizenkleie
  • Haferflocken
  • Igeltrockenfutter (sollte nur beigemischt werden)

Zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe scheinen auf den ersten Blick gesundheitsfördernd, sollten aber mit Vorsicht gegeben werden, denn zu viel kann mehr schaden als nützen.

Wasser zum nachspülen und der kleine Gast ist glücklich.

Gefüttert wird nur einmal pro Tag und das meist abends, Igel sind nämlich eigentlich nachtaktive Tiere und bevorzugen diese Tageszeit.

Sollte ein Igel trotzdem tagsüber nervös in seinem Gehege herumlaufen, wird er hungrig sein und sich über einen kleinen Snack freuen.

Es gibt natürlich auch einige Nahrungsmittel, die als Igelfutter komplett ungeeignet sind, wenn nicht sogar gefährlich. Wie viele Menschen auch ist der Igel ein Fleischliebhaber.

Das geht sogar so weit, dass er sterben würde, würde er rein vegetarisch ernährt.

Daraus ist zu schließen, dass ein Igel kein Obst oder Gemüse zu fressen möchte, da sein Verdauungssystem aus diesem keine Nährstoffe filtern kann.

Nicht füttern sollte man außerdem Speisereste, gewürztes, gesüßtes, Quark, Nüsse oder Joghurt.

Zu warm oder kalt wäre auch nicht optimal.

Bilder verwendet von "Wildtierfreund: Naturprodukte für Vögel, Insekten & Co".

 

Raubtierfütterung kann auch niedlich sein

Wenn man so gar nicht weiterweiß, oder mit dem anspruchsvollen Speiseplan des Igels überfordert ist, kann sich natürlich an einen Tierarzt oder direkt an eine Igelauffangstation wenden, denn die haben garantiert einen großen Wissens- und Ernährungsschatz, was Igelfutter angeht.

Zusammenfassend ist es schon ein gewisser Mehraufwand, einen Stachelrücken zu beherbergen, aber Igel rechtfertigen diesen mit ihrer unglaublichen Niedlich- und nicht zuletzt Dankbarkeit.

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